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Zertifizierungs-News

13.02.2018 Für den Notfall gerüstet

Landkreis (WS). Das Orthopädisch-traumatologische Zentrum der Helios Klinik Hettstedt ist erneut als Regionales Traumazentrum des Traumanetzwerks Sachsen-Anhalt-Süd zertifiziert worden. Verletzte und Schwerverletzte aus allen Gegenden des Landkreises und darüber hinaus werden hier per Rettungswagen oder Hubschrauber eingeliefert und behandelt. Als Regionales Traumazentrum nimmt die Helios Klinik Hettstedt dabei eine wesentliche Rolle in der Gesundheitsversorgung der Region ein.

Das Traumanetzwerk Sachsen-Anhalt-Süd ist ein regionaler Zusammenschluss von Kliniken, um bestimmte Qualitätsstandards in der Versorgung schwerverletzter Patienten zu erarbeiten und sicherzustellen.
 
Um die Qualifizierung als Regionales Traumazentrum zu erreichen, ist eine bestimmte Ausstattung notwendig, was Räumlichkeiten, Personal, Medizintechnik oder auch Medikamente betrifft. Beispielsweise muss es einen eigenen, unmittelbar von der Rettungsstelleneinfahrt erreichbaren Schockraum geben, in dem Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand ohne Zeitverlust behandelt werden können. Des Weiteren muss die Klinik eine bestimmte Anzahl an Unfallchirurgen vorhalten, die jederzeit einsatzbereit sind. Spezielle Geräte für die Diagnostik sind ebenso vorgeschrieben, wie zum Beispiel eine separate schockraumnahe Blutbank für Blutkonserven oder ein Notfallset für die Versorgung von Kleinkindern und Babys. Auch ein Hubschrauberlandeplatz, der Tag und Nacht angeflogen werden kann, ist eines der zu erfüllenden Kriterien.
 
Für eine umfassende Diagnostik kann in Hettstedt jederzeit auf einen hochleistungsfähigen 80-Zeilen-Computertomografen (CT) zurückgegriffen werden. Seit neuestem verfügt die Klinik außerdem über einen Bildwandler modernster Bauart, einen sogenannten 3D-C-Bogen. Dieses Gerät kommt bei unfallchirurgischen Eingriffen sowie Operationen an der Wirbelsäule zum Einsatz. Es bietet eine realistische, dreidimensionale Darstellung des Operationsumfeldes direkt während der OP und ermöglicht somit eine exakte Platzierung von Implantaten.
 
„Wir freuen uns sehr über das große Lob, das uns die Prüfer nach dem Abschluss der Zertifizierung ausgesprochen haben“, so Oberarzt Daniel Kohlisch, Ärztlicher Leiter der Rettungsstelle. „Es ist schön, wenn man die Gelegenheit hat, die eigene Arbeit in einem kompetenten Rahmen zu beleuchten und darüber hinaus Anregungen für weitere Verbesserungen zu erhalten.“
 
Dr. Lindemann-Sperfeld, Chefarzt des Orthopädisch-traumatologischen Zentrums der Helios Klinik Hettstedt und stellvertretender Sprecher des Traumanetzwerks Sachsen-Anhalt-Süd, zeigt sich stolz auf sein Team: „Für so eine Zertifizierung ist eine Menge Engagement und Arbeit hinter den Kulissen notwendig. Und das alles neben der laufenden Patientenversorgung. Hierfür danke ich allen Beteiligten sehr. Wir sind stolz darauf, unseren Teil für eine hervorragende Notfallversorgung der Menschen in unserem Landkreis und darüber hinaus beizutragen.“

 

Quelle: Wochenspiegel

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